Marktquartiere – Neubau Marktwest- und Marktostseite

In den 1980er Jahren wurde mit Hilfe der Wohnungsbauserie 70 (WBS 70) in der damals auf Grund der Kriegszerstörung noch nicht wieder bebauten Flächen im Zentrum versucht, die Blockrandstrukturen nachzubilden. Das erfolgte unter den seinerzeitigen technologischen Möglichkeiten und unter den Anforderungen der Wohnungsknappheit. Die damals errichteten Plattenbauten mit Geschäften im Erdgeschoss stellten zwei Jahrzehnte später in den städtebaulichen Parametern einen Missstand dar.

 

Die Entscheidung zur Sanierung der WBS 70 Gebäude oder zum völligen Neubau der Marktquartiere fiel auf der Grundlage verschiedener Kriterien zugunsten der Neubauoption aus. Grundlage dafür bildete ein mehrgliedriger Planungsprozess, der eine kleinkörnige altstadttypische jedoch zeitgemäße Neubebauung als Ziel entwickelte. Zunächst wurde 2010 die Marktwestseite, Q1, beräumt. Im Mai 2016 konnte die Neubebauung der Marktwestseite mit der Errichtung des Eckgebäudes an der Ecke Markt/Frauenstraße (Markt 4), einem von insgesamt drei neuen Gebäuden, abgeschlossen werden. Neben der Nutzung der Erdgeschosszone gemäß Einzelhandelskonzept ist ein diversifiziertes Wohnungsangebot entstanden, das generationsübergreifende und im Komfort differenzierte Wohnformen umfasst.

Mit dem Objekt Keilstraße 1 entsteht ein weiteres Wohn- und Geschäftshaus im Quartier Q 1. In diesem Quartier an der Marktwestseite sind darüber hinaus noch Bauflächen an der Keilstraße und für eine Lückenbebauung in der Frauenstraße frei, Planungen laufen aber bereits.

Die Baumaßnahme im Zeitraffer - Bildrechte: Ingenieurbüro Matthias Kühn.

Für die östlichen Marktquartiere, Q2 und Q3, wurde 2013 auf der Basis einer städtischen Aufgabenstellung ein Masterplan durch das Büro nps tchoban voss Hamburg erarbeitet.

2014 wurde auf dieser Grundlage mit dem Hochbau des Gebäudes Ecke Steinstraße/Markt (Markt 1), 2015 mit dem Hochbau des Gebäudes Ecke Markt/Nikolaikirchstraße (Markt 2b) und im Oktober 2017 mit dem Hochbau des Gebäudes Ecke Steinstraße/Brüderstraße (Steinstraße 19) begonnen. Zwei wichtige Eckgebäude sind inzwischen errichtet und in den nächsten Jahren werden schrittweise die Straßenfluchten geschlossen.

In der Anmutung von individuellen Gebäuden wird die für Anklam typische Maßstäblichkeit und Kleinteiligkeit erreicht.

Parallel mit den Hochbauten wurden die letzten Bauabschnitte der Marktplatzumgestaltung vollendet, nämlich die Verkehrsanlagen an der Ost- und an der Südseite des Platzes. Die Stadtwärmetrasse zur Versorgung der neuen Gebäude mit Fernwärme und zum Anschluss vorhandener Gebäude wurde ebenfalls 2015 realisiert. Damit ist eine wichtige Maßnahme des Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzeptes (IEKK) umgesetzt.

An der Steinstraße wird in den nächsten Jahren der Rückbau der WBS 70 Bebauung fortgesetzt und das bereits konzipierte Quartier 3 (Q3) am Steintor errichtet. Alle Gebäude werden mit Aufzügen ausgestattet, sie werden barrierearm bzw. barrierefrei errichtet. Energetisch erhalten sie den Standard der aktuellen EnEV entsprechend Maßnahmenbündel des IEKK der Hansestadt Anklam.

 

 

 

 

Baufortschritt und Bilder der Planung

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Stand Baufortschritt 08-2017

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