Tag der Städtebauförderung am 13. Mai 2017

Der diesjährige Tag der Städtebauförderung am 13. Mai 2017 in der Hansestadt Anklam wurde gemeinsam durch die Stadt, den Rahmenplaner Lutz Braun und Jana Renner von der BIG Städtebau GmbH vorbereitet. Während im vergangenen Jahr das Bauvorhaben „Alte Post“ im Fokus stand, waren interessierte Bürger und Besucher Anklams in diesem Jahr zu einem zweieinhalbstündigen Rundgang durch das Sanierungsgebiet „Altstadtkern“ eingeladen. Nach der Begrüßung in der Rathaushalle durch die 1. Stellvertretende Bürgermeisterin Sylvia Thurow und einer kurzen Einführung des Rahmenplaners an Hand einer Ausstellung begann der Rundgang durch die sanierte Frauenstraße zunächst bis zur Marienkirche, wo der Geschäftsführer des Kirchgemeinderates Herr Binder zu einer kurzen Führung einlud. Weiter führte der Rundgang über den sanierten Marienkirchplatz. Hier gab es zahlreiche interessierte Fragen zur Sanierung der Gebäude in diesem Bereich und aufmerksame Zuhörer bei der Darstellung der Möglichkeiten, aber auch der Zwänge und Zusammenhänge der Stadtgestaltung.

Interessant war die Öffnung des ehemaligen alten Gerichts an der Ecke Keilstraße/Priesterstraße durch die neuen Eigentümer, eine Gelegenheit, das Innere des Objektes am Beginn der Sanierungstätigkeiten einmal selbst in Augenschein zu nehmen.

Zahlreiche private Bauherren waren an diesem Vormittag dabei und berichteten über ihre Erfahrungen in der Stadtsanierung.  Dabei war es ein Hauptanliegen der Veranstaltung, das direkte Bürgergespräch zu fördern und die große Vielfalt einzelner Maßnahmen herauszustellen.

Nach dem weiteren Gang durch die Baustraße mit behutsam sanierten Gebäuden und gelungenen Lückenschließungen bot der Stopp an der Käthe-Kollwitz-Schule gegenüber dem Neubauteil des zukünftigen Hotels „Alte Post“ Gelegenheit, über wichtige öffentliche bzw. private Bauvorhaben zur Stärkung der Anklamer Innenstadt, Veränderungen und Planungen zu diskutieren.

Bei den anschließenden nächsten Stopps am Neuen Markt, in der Friedländer Straße, der Breiten Straße, der Pasewalker Straße und der Ravelinstraße wurden die Instrumente der Städtebauförderung nachgefragt, aber es wurde auch deutlich, wo die Möglichkeiten der Stadt enden und privates Engagement gefragt ist, bzw. beides miteinander erfolgreich gekoppelt werden kann.

Den Abschluss des Rundganges bildeten die Informationen und Gespräche mit Bauherren und interessierten Bürgern entlang des kleinen Walls, des Fischerwalls, der Klosterstraße und der Wollweberstraße.  Hier endete der diesjährige Rundgang, bei dem bewusst die Neugestaltung der Marktquartiere und die Nikolaikirche ausgespart wurden. Diesen Projekten wird in diesem Jahr der „Tag der Architektur“ in der Hansestadt Anklam am Sonntag, dem 25. Juni 2017 gewidmet.